Social Media Monitoring und Meinungsmacher im Netz (”trust agents”)

Von Zeit zu Zeit hören wir die Frage: ” Worin besteht das Risiko, kein Social Media Monitoring Tool zu haben?”. Die Frage offenbart, dass noch immer die Auffassung vorherrscht, Social Media seien nur ein Add-on, ein Zusatz zu den anderen Medien. Das sind sie nicht. Social Media folgen anderen Regeln und sind dabei ganze Märkte umzuformen.

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In den Social Media Netzwerken treffen sich die Leute vor allem um Kontakte aufzubauen und zu pflegen die mehr mit einem jeweiligen Kontext zu tun haben, als mit der Pflege persönlicher Beziehungen. Während früher Verbindungen ortbezogen (in der Nachbarschaft, der Gemeinde, Schule oder Verein) entstanden, nehmen wir heute mit Leuten online Kontakt auf, die unsere Empfindungen zu einem Thema, und unsere intellektuellen Interessen teilen. Für viele sind die traditionellen Medien nicht mehr die primäre Informationsquelle. Zunehmend wenden sich die Leute den Social Media zu und suchen “jemanden wie mich” mit der Konsequenz, dass viele Blogs und Forendiskussionen bei der Meinungs- und Wahrnehmungsbildung eine immer wichtigere Rolle einnehmen im Vergleich zu den traditionellen Medien.

Gleichermaßen geht es bei PR- und Marketingkampagnen nicht länger um die übliche one-to-many-Kommunikation mit Verbreitung von Pressetexten und aufdringlichen Call-to-Action-Botschaften. Über Social Media Monitoring Tools stellen Firmen Kontakte her und interagieren mit Leuten, die ihr Interesse zu einem bestimmten Thema bekundet haben.

Dennoch hat sich die Strategie, mit der man einflussreiche Leute erreicht, nicht geändert. PR und Marketingmaßnahmen versuchen immer noch mit Meinungsmachern im Netz Kontakt aufzunehmen, welche ihrer Einschätzung nach eine bestimmte Nachricht an ihre Netzwerken weiterleiten werden.
Tatsächlich betreibt erfolgreiches Kampagnenmanagement on-to-one-to-many-Kommunikation. Die PR- oder Marketingnachricht wird durch one-to-one-to-many-Kommunikation weitergeleitet, sobald es die Interessen der angesprochenen Person anspricht, UND sobald es einen Nutzen für ihr/ sein Netzwerk darstellt.

Die größte Herausforderung der Unternehmen, die Social Media nutzen, gegenüberstehen, ist demnach die Verwischung der Grenze zwischen Marketing und Kommunikation. Die Marketingabteilung möchte es nutzen, um zu verkaufen; die Kommunikationsabteilung, um Beziehungen zu pflegen und zu verbessern. Natürlich geht es bei Social Media im besonderen darum eine echtes Mitglied einer Community zu sein und einen Nutzen für sie darzustellen, anstatt nur dem nächsten Verkauf hinterher zu sein. Das erhöht die Anzahl der Leute mit denen ein Unternehmen es zu tun hat, was mehr Zeit und Investitionen in die Pflege von Beziehungen erfordert.

Der Einfluss von Social Media Monitoring wird einen tiefgreifenden Effekt auf die PR- und Marketingindustrie, wie wir sie heute kennen, haben. Bei PR- und Marketingmaßnahmen geht es immer mehr darum mit realen Personen Kontakte zu knüpfen, und da jeder heute in einem Netzwerk involviert ist, hängt es nicht mehr nur von den PR- Und Makretingabteilungen ab. Eine gut durchdachte Strategie wird den Verbindungen einer ganzen Organisation nutzen, und einen tiefgreifenderen, wertvollen und nachweisbaren Einfluss hinterlassen, als irgendeine der traditionellen Kampagnen auch nur zu hoffen wagen.

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Online- Rufmanagement und Crowdsourcing

Im Kontext des Online- Rufmanagements bezeichnet man Crowdsourcing, bzw. Schwarmauslagerung, als Social Bookmarking oder Kollaboratives Taggen.

Was hat das nun zu tun mit Marken und Marktbeobachtung? Zugegeben, heutzutage, so gut wie alles! Das neueste Beispiel erhalten wir von Sears, einer großen Kaufhauskette in den USA.

Online-Rufmanagement und Crowdsourcing

Online-Rufmanagement und Crowdsourcing

Ein Paar hatte einen Kühlschrank bei Sears in Dripping Springs, Texas, gekauft. Dieser wurde kostenlos zu ihnen nach Hause geliefert. Als der Lieferwagen der Firma eintraf, rannte der Hund der Familie, Toot, hinaus, um herauszufinden ,was es mit den Besucher auf sich hatte. Der Wagen war kurz vor dem Anhalten, als ein lautes Aufjaulen zu hören war. Toot war vom Lieferwagen überfahren worden und starb kurz darauf.

Verständlicherweise war die Hundebesitzerin sehr mitgenommen durch den Vorfall und ging zum Ladenbesitzer. Sie suchte einen Weg um mit dem tragischen Ereignis abschließen zu können. Der Besitzer entschuldigte sich, aber beharrte darauf, dass es nicht die Schuld von Sears war. Schließlich hätte das Paar seinen Hund hinaus in den Garten laufen lassen. Dieses Verhalten half der Frau nicht im geringsten über die Angelegenheit hinweg zu kommen, und als sie nach Hause kam, war auch ihr Mann nicht erfreut darüber, wie mit seiner Frau bei Sears verfahren worden war.

Er rief im Laden an, doch der Besitzer wiederholte nur, dass es die Schuld des Paares war, und dass der Hund sich hätte entfernen müssen. Es wäre klüger von ihm gewesen, wenn er seine Entschuldigung übermittelt hätte, ohne die aufgelösten Kunden dafür verantwortlich zu machen.

Das Paar kaufte daraufhin einen Domain- Namen SearsKilledMyDog.com und entwarfen eine Website, auf welcher sie ihre Erfahrungen mit der Firma darstellten. Als die Seite vollständig und ins Leben gerufen war, teilten sie allen Freunden und Angehörigen davon mit und posteten einen Link auf Facebook. Wie mit jeder Internet- Veröffentlichung erhielten auch sie unmittelbare Reaktionen. Innerhalb von 24 Stunden zählte die Seite schon eine beträchtliche Anzahl an Besuchern, und die tragische Geschichte lief auf Platz 1 auf Reddit, während es über The Consumerist zum Twitter- Phänomen wurde.

Zu diesem Zeitpunkt begann die Sears- Kundenbetreuung mit seinem Online- Rufmanagement und aktiver Schadensbegrenzung. Hochrangige Führungskräfte riefen das Paar an um sich persönlich zu entschuldigen und baten den beiden eine Entschädigung für die Schmerzen, die sie hatte ertragen müssen, an. Das Paar hatte das Gefühl, seine Forderungen waren gehört worden, und die Website wurde wieder eingestellt. Als Nächstes fügte Sears seine Stimme zu den Diskussionen hinzu, die auf The Consumerist tobten. Sie baten darum, selbst einen Kommentar mit ihrer Antwort veröffentlichen zu duerfen;

„Wir sind sehr betroffen vom dem Verlust des Hundes eines treuen Sears-Kunden. Sobald wir davon Kenntnis hatten ( um 17 Uhr am 11. Dezember 2009), reagierte unser Team umgehend und kontaktierte den Kunden, der einen Kühlschrank bei unserer Filiale in Dripping Springs, Texas, erstanden hatte. Der Geschäftsbereich- Vorsitzende, Will Powell, hat den Kunden schon um 19Uhr des 11. Dezember 2009 unser Beileid, sowie unsere Entschuldigung übermittelt, welche von den Kunden zu unserer Freude angenommen wurden. Als Zeichen unseres tiefen Bedauerns haben wir den Kunden eine Entschädigung für den Hund, sowie die Erstattung der Kosten des ursprünglichen Einkaufs angeboten.“

Nach diesem Update ermittelte Sears jene Leute mit dem meisten Einfluss, welche den Artikel ge-Tweetet hatten, und schickte ihnen den Link mit dem Update. Das erlaubte Dritten ein Update zum Artikel über ihre eigenen Benutzerkonten zu posten, welches den Bemühungen des Online- Rufmanagements Glaubwürdigkeit verschaffte, da die neuen Tweets nicht direkt von Sears kamen.

Die herkömmliche Definition von Crowdsourcing besagt, dass es das Ausgliedern bestimmter Tätigkeiten und Aufgaben ist, welche normaler Weise von In-house Mitarbeitern und Auftragnehmern erledigt werden, und nun an eine willkürliche Zusammenstellung von Leuten (der Menge – the crowd) zur Ausführung übertragen wird. Das Sears- Beispiel zeigt, wie dieser Begriff auch auf Online-Rufmanagement Anwendung finden kann. Mit Social Media Monitoring Eigenengagement, Offenheit und persönlichem Dialogeingriff, konnte Sears eine Kehrtwende vom negativen Effekt des Crowdsourcing zum positiven machen.

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Krawattenträger - Social Media Marketing

Vorletzte Woche kam Kristoffer in einem Interview in Krawattenträger, einem Blog über Social Media Marketing, zu Wort. Neben Imooty’s Entwicklungen während der letzten Jahre, kam auch die Frage ins Gespräch, inwieweit die Social Media für Marketing-Zwecke eingesetzt werden. Die Antwort ist, dass wir (bisher) noch nicht so viel damit gearbeitet haben. Als beste ROI für unsere Zielgruppe hat sich die gute alte Email-Variante mit Nachfolgeanrufen erwiesen.

Vielen Unternehmen scheint es peinlich zu sein so etwas zuzugeben. Sicherlich gibt es viele Fälle in denen es guten Grund gibt zusammenzuzucken bei dem Gedanken eine Chance entgleiten lassen zu haben, weil man keine Social-Media-Marketingstrategie verfolgt hat, allerdings ist es auch nicht für jedermann.

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Der erste Schritt muss offensichtlich der sein, herauszufinden wo seine Kunden am ehesten anzutreffen sind. Sind Sie eine B2B- (Business-to-Business) Anbieter, macht es mit größter Wahrscheinlichkeit keinen Sinn Myspace-Nutzer ins Visier zu nehmen. Zweitens, der Aufwand, der erfordert ist, um seine “Fans”, Kontakte und “Freunde” in zahlende Kunden zu konvertieren, kann erheblich sein, weshalb jemand für die Aufgabe des Community Managements zuständig sein muss.

Danach ist da noch die große Frage, wieviel beträgt das Social Media Marketing Budget? Es ist wird definitiv mehr auf Sie zukommen, als hier und da ein Profil zu eröffnen und darauf zu warten, dass die Dinge ihren Lauf nehmen…

Zu versuchen, zu viel auf einmal zu erreichen, wird zwangsläufig darin enden, dass viele Sachen nur schlecht oder bestens mäßig erledigt werden. Man braucht nicht zu versuchen, überall zu jeder Zeit zu sein. Es lohnt sich eher, sich darauf zu konzentrieren Content zu produzieren, der von der Zielgruppe als bedeutsam wahrgenommen wird.

Schlussfolgernd kann man sagen, dass es keinen Sinn ergibt die Dinge zu überstürzen und ins Social Media Marketing zu stolpern nur um neue Kommunikationskanäle zu benutzen. Es ist sinnvoll, zunächst herauszufinden, ob es für sein Produkt oder seinen Service von Nutzen ist, und wo die konkreten Perspektiven liegen, wie sie zusammenspielen, und welche Kosten auf einen zukommen.

Sie setzen Social Media Marketing schon ein und wollen Ihren ROI anhand von Medienbeobachtung einschätzen? Registrieren Sie sich noch heute bei Imooty.eu für eine kostenlose Probe!

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